[Heel]

Haare und HaarpflegeHeute träumen sowohl Frauen als auch Männer von einer vitalen vollen Haarpracht, die kraftvoll, gesund und seidig glänzend im Licht schimmert.

Beinahe Jedermann, unabhängig vom Geschlecht, hat dieses Ideal.

Was die Meisten aber vielleicht nicht wissen ist die Tatsache, dass es nicht nur auf die fachgemäßen Pflege- Styling- und Ernährungsprodukte ankommt, denn die gewissenhafte Haarpflege beginnt bereits morgens im Bad, wenn man seine Haare nach dem Aufstehen zum ersten Mal bürstet.

Die Geschichte der Haar Kultur

Griechenland

Bei der Suche nach dem sagenhaften Troja das wegen des Krieges um die schöne Helena gegen  Sparta unterging, wurden bei Funden Tonkörper mit gestochenen Löchern zum Einarbeiten von Borsten gefunden. Die frühen Bürsten gleichen unseren heutigen Bürsten, es wurden nur andere Rohmaterialien angewendet. Bei den Griechen waren lange Haare anfangs eine Beschenkung durch die Götter. Soldaten bürsteten sich ihre Haare in der Öffentlichkeit. Auf dem Schlachtfeld trugen sie einen Pferdeschwanz. Ein Pferdeschwanz ist eine Frisur, bei der lange Haare durch ein Band, einen Haar Reif oder ein Haargummi am Hinterkopf umfasst werden. Diese Haartracht entspricht normalerweise dem Schweif des Pferdes. Das Zurückziehen der Haare bewirkt eine Spannung auf der Kopfhaut. Dieser Effekt der Hautspannung kann je nach Straffung auch auf die Gesichtshaut übertragen werden, sodass ein Effekt, annähernd dem Ergebnis eines Faceliftings entsteht.

 China

Schon 2000 Jahre vor Christi Geburt sollen die Chinesen Bürsten für die Körperhygiene und sogar Zahnbürsten angewendet haben. Bei den alten Chinesen hieß es, dass Haut und Haar von den Eltern geschenkt wurden und man sie deswegen nicht beschädigen darf. Die alten Chinesen trugen folglich sehr lange Haare, allgemein entweder offen oder mit Haarnadeln zu einem Haarknoten hochgesteckt. Die Haarpflege und der Haarschutz waren den Chinesen sehr wertvoll. Straftätern und anderen unwürdigen Menschen wurden die Haare deshalb abgeschnitten. Ob die Chinesen das auch gegenwärtig noch so sehen, ist fraglich.

Asien

In Vorderasien und Ägypten galt das lange und ungeschnittene Haar als Symbol für große Körperenergie, bei den Hebräern sogar als ein Zeichen von Heiligkeit.

Auch im modernen Indien sind heute noch sehr lange, verfilzte Haare ein Zeichen der Sadhus, den indischen Geheiligten, sie sehen ihre Haare als direkten Bund zu Shiva ( Glücksverheißender ), einer der zentralsten und wichtigsten Gottheiten des Hinduismus. Er ist für die Gottergebenen die bedeutendste Manifestation des Erhabensten. Außerhalb der Dreieinigkeit mit Brahma, der als Erschaffer gilt, und Vishnu, dem Schützer verkörpert er Alles, die Schöpfung und den Neubeginn genauso wie den Erhalt und die Verwüstung.

Amerika

Bei den alten Azteken waren, vor der Entdeckung Amerikas im Jahre 1490, lange filzige und meistens schimmelige Haare das Merkmal der Hohen Priester. An dem Beginn ihrer Laufbahn, wurde den angehenden Geistlichen das Haupthaar abrasiert und dann wieder wachsen gelassen, ohne diese zu schneiden, zu durchbürsten oder rein zu waschen. Sie wurden nur mit Ruß eingerieben und mit einem Band zurück gebunden.

Japan

Bei den Samurai, Rönin oder Sumo Kämpfern in Japan war langes Haar bei Männern am Anfang unter dem Adelsstand üblich. Gewöhnlich wurden die Haare zu einem Pferdeschwanz hochgesteckt oder stolz als kunstreich geflochtener Zopf getragen, teilweise mit geschorenem Haupthaar.

Deutschland

Auch die alten Germanen und Kelten trugen das Haar lang und ihnen wurde eine besondere zugeschrieben. Sie erfanden Bürste und Seife und wie bei vielen anderen langhaarigen Völkern gab es etliche Frisuren mit denen sich Frauen und Männer schmückten. Allerdings kann man über das Aussehen, die Länge der Haare und die Frisuren nur mutmaßen.

Haare und Haarpflege

Bürsten

Wen verwundert es, dass sich in Anbetracht dieser haarigen Angelegenheiten der Beruf des Bürstenbinders entwickelte.  Auch ein Bürstenbinder aus dem Mittelalter hatte schon eine Auswahl von Grob,- und Feinbürsten sowie Fegern und sogar großen Pinseln, die z.B. als Staubwedel und für etliche andere Zwecke genützt werden konnten. Unter Grob- und Haushaltsbürsten versteht man z.B. Schrubber, Scheuerbürsten, gröbere Besen sowie Fassbürsten. Als Feinbürsten werden beispielsweise Kleiderbürsten, Badebürsten, Nagelbürsten und Haarbürsten benannt.

Bürsten und Pinsel gehören mit zu den ältesten Handwerksgeräten des Homo Sapiens in aller Welt.

Eine Bürste besteht aus einem Grundkörper aus Holz, Metall oder Kunststoff, oder Edelmetallen, dessen Schale den Bürstenrücken formiert. Der Bürstenbesatz besteht aus Naturfasern, Kunstfasern oder Draht und einem Griff mit einer Einspann Vorrichtung. Bei Bürsten ist der Besatz rechtwinklig zum Körper angelegt. Die ältesten Buersten bestanden aus schlichten Faserbündeln, die zu einer Bürste gebunden und dann und wann mit einem Stiel versehen wurden, annähernd in der Art, wie gegenwärtig noch Reisigbesen hergestellt und gefertigt werden. Aus dieser Herstellungsmethode kommt die Bezeichnung Bürstenbinder. Frühe Malpinsel aus der Steinzeit hatten eine Fassung aus Tierknochen.

Anleitungen und Tipps zum Thema Haare: