Die Wimpern sind das Aushängeschild für ein gelungenes Augen-Make-up und ein Symbol für besonders weibliche Gesichtszüge. Dabei sollen die Wimpern möglichst lang, dunkel und geschwungen sein, um der Augenpartie bestmöglich Ausdruck zu verleihen. Etwa um die 200 Härchen befinden sich hierzu am oberen Augenlid und wieder im Schnitt etwa 100 am unteren Augenlid. Ihre eigentliche körperliche Funktion besteht dabei nur im Abfangen von Schutz und Staub, um das Auge zu schützen. Mittlerweile sind sie aber mehr Schönheitsideal als Schutzbarriere. Doch sind die Wimpern leider nicht immer so perfekt wie sie sein sollten: Zu kurz, nicht dicht genug, unterschiedlich lang oder auch zu hell. Zu meckern gibt es viel. Daher versprechen tausende Produkte auf dem Markt schönere, längere und dichtere Wimpern auf Kopfdruck. Wirklich sichtbare Ergebnisse liefern nur die wenigsten. Bevor wir uns dem Thema Wimpernverlängerung widmen, sollte man ansprechen, wie, wie lange und wieso Wimpern überhaupt wachsen und wie man diesen Prozess grundsätzlich unterstützen kann.

Wimpernwachstum: Wie und wie lange?

wimpernWimpern wachsen, um ihre natürliche Schutzfunktion in Form des Abfangens von Staub- und Schmutzpartikeln zu verhindern. Dichte und Stabilität der Wimpern sind dabei zumindest zu einem Großteil genetisch bedingt. Die Wachstumsphase der einzelnen Wimpern beträgt etwa vier bis sechs Wochen. Darin wachsen die kleinen Härchen auf ungefähr 1 cm Länge heran, wobei hier Genetik und auch Größe der Augen eine Rolle spielen. Danach stoppt das Wachstum, auch um die Augenlider nicht zu erheblich zu belasten. Nach einer Lebensdauer von etwa 100 Tagen, fallen die Wimpern aus und der Prozess beginnt von Neuem. Dabei handelt es sich um einen ganz natürlichen Verlauf, da die Haarzellen nach einer Zeit absterben und ausfallen müssen, um den Haarwurzeln die Produktion neuer Härchen zu ermöglichen. Wer jedoch übermäßig viele Wimpern verliert, sodass bereits lichte Stellen entstehen, sollte sich Gedanken machen und insbesondere im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen. Wie Haarausfall kann auch das Ausfallen der Wimpern von Hormonschwankungen oder Nährstoffmangel bedingt werden.

Wachstum der Wimpern unterstützen

Der Wachstumsprozess ist wie bereits erwähnt zu einem Großteil genetisch bedingt, kann nicht ins Unendliche verlängert werden und das Ausfallen der Wimpern auch nicht per se verhindert werden. Allerdings gibt es sehr wohl Mittel und Wege mit denen man das Wachstum unterstützen kann. Gesunde Haare, die über einen ausgewogenen und ausreichenden Nährstoffhaushalt verfügen, sind kräftiger und stabiler, wirken glänzender und geschmeidiger.

Zur Stärkung dient allen voran eine gesunde Ernährung, die für alle Wachstums- und Regenrationsprozesse des Körpers maßgeblich ist. Vitamine b bis E sowie Biotin und Mineralien sollten dem Körper daher unbedingt durch die Ernährung selbst oder Zusätze zugeführt werden.

Zur konkreten Behandlung der Wimpern gibt es darüber hinaus zunächst ganz natürliche Hausmittel. Die Zufuhr von Fetten durch regelmäßiges Eincremen und Massieren der Wimpern liefert den kleinen Härchen zusätzliche Feuchtigkeit und Elastizität, was das Austrocknen verhindert und die Zellen versiegelt. So wachsen die Wimpern kräftiger und gesünder. Dazu eignen sich insbesondere Vaseline, Melkfett oder auch Oliven- oder Rizinusöl. Viele schwören auch auf die Behandlung der Wimpern mit Eiweiß oder Bier, was den Zellen Proteine zuführen soll.

Nicht mehr ganz so natürlich aber effektiv ist auch die Zufuhr von Prostaglandinen, die etwa in den heute sehr beliebten Wimpernseren enthalten sind. Hierzu gehören unter anderem Wirkstoffzusammensetzungen wie Isopropyl-Cloprostenat, Dechloro-Dihydroxy-Difluoro-Ethylcloprostenolamid oder Bimatoprost. Diese Substanzen sollen das Wachstum an den Lidrändern anregen und die Haarfollikel aktivieren.

Noch mehr Tipps und Tricks für schöne Wimpern

WimpernEinige wichtige Tipps sollte man unbedingt beachten, wenn man auf Dauer schwungvolle, geschmeidige und dichte Wimpern haben will. Dabei gibt es einige Dinge, die man ganz leicht im Alltag unterbringen kann.

Zunächst heißt es dabei Finger weg von einigen Dingen: Hierzu gehört insbesondere alte, abgelaufene oder eingetrocknete Wimperntusche. Ist die Tuschpaste nämlich zu trocken, reißen die Bürsten beim Auftragen an den Wimpern und verkürzen so ihre Lebensdauer. Ähnlichen Effekt hat auch Watte, die gerne mal beim Abschminken an den Wimpern zerrt. Abstand nehmen heißt es auch bei chemielastigen Augen-Make-up-Entfernern und anderen Produkten, die zum Austrocknen der sensiblen Härchen führen.

Demgegenüber empfiehlt sich ein regelmäßiges Bürsten der Wimpern mit einem kleinen Wimpernkamm bzw. einer Wimpernbürste. Genau wie beim Kopfhaar, regt dies auch die Haarfollikel an den Augenlidern an.

Anleitungen und Tipps zum Thema Wimpern: